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Leben und Verfolgung jüdischer Hamburger/innen

Einblicke in eine großenteils vernichtete Kultur

Oberrabbiner Joseph Carlebach mit seiner Familie

Von den zur Zeit der nationalsozialistischen Machtübernahme knapp 20.000 in Hamburg lebenden Jüdinnen und Juden ist etwa die Hälfte (fast 8.900 Menschen) ermordet worden. Ihrer Ermordung voraus liefen verschiedene Stufen der Verfolgung: gesellschaftliche und politische Ausgrenzung, ökonomische und soziale Entrechtung, schließlich bevölkerungs- und wohnpolitische Konzentrationsmaßnahmen im Grindelviertel als Vorbereitung ihrer ab 1941 erfolgenden Deportation und systematischen Ermordung. Nachdem sich lange Zeit die Mär vom „liberaleren“ Hamburg gehalten hat, wissen wir heute, dass etwa die „Nürnberger Rassegesetze“ im „Mustergau Hamburg“ besonders zügig und scharf umgesetzt wurden. Die Alternative Stadtrundfahrt erinnert an jene Bürgerinnen und Bürger, die Hamburg durch nationalsozialistische Täter, durch willfährig Mitwirkende und schweigende Profiteure und Zuschauer verloren hat.

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Anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar 2009) berichtete Deutschlandradio Kultur über eine Alternative Stadtrundfahrt des Landesjugendrings, die an den ehemaligen Hamburger Oberrabbiner Joseph Carlebach (im Bild mit seiner Familie) erinnerte. Hören Sie dazu eine Reportage von Verena Herb.

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